Unsere Tipps für die Erstversorgung ersetzen keinen Tierarzt!
1. Stellen Sie sich vor, Ihr Hund tritt in eine Glasscherbe. Die Pfote blutet. Die Pfote muß schnell verbunden werden. Ganz wichtig ist es, vorher Mull zwischen die Zehen zu legen. Alle Hunde spreizen zuerst die Zehen, sie dürfen nicht fest zusammengedrückt werden. Dann kommt ein fester Verband herum, der nicht so leicht abgeht.
2. Wie trägt man ein krankes Tier? Verletzte Tiere hebt man sich auf die Schultern und hält die Beine fest. Das ist schonender für den Rücken.
3. Ihr Hund hat Zecken? Die Zeckenzange ist erhältlich bei jedem großen Futterhändler und kostet ca. 5 DM. Man greift die Zecke mit der Zange und dreht sie nach links heraus.
4. Wie erkennt man einen Hundeschock? Wenn sich das Zahnfleisch nach Fingerdruck nicht innerhalb von zwei Sekunden rosa färbt. Mit dem Hinterteil hoch lagern - damit der Kopf durchblutet wird.
5. Nur wenige Menschen wissen, dass das liebste Tier unberechenbar wird, wenn es starke Schmerzen hat. Man bindet dem Hund sicherheitshalber ein Tuch um die Schnauze. Jeder Hund könnte unter Panik zuschnappen.
6. Die Wolfskralle muß bei Hunden regelmäßig abgeschnitten werden.
7. Pulsmessen: Am leichtesten findet man den Puls in der Hinterbein-Leiste bei Schräglage. Kräftig und gleichmäßig ist o.k.
8. Körpertemperatur messen: Die Körpertemperatur misst man mit einem eingeölten Fieberthermometer, das vorsichtig in den After geschoben wird.
9. Die Zähne und das Zahnfleisch des Hundes kann man selbst untersuchen. Man hält den Kopf des Hundes unten am Hals fest und öffnet mit der anderen Hund den Oberkiefer des Hundes, sodaß man sogar die Zähne zählen kann. Regelmäßiges Kauen verhindert Zahnbelag. Bevor sich allerdings das Zahnfleisch entzündet, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.
In Berlin werden auch Erste-Hilfe-Kurse in Ihrer Nähe angeboten - diese erfragen Sie bei Ihrem Tierarzt oder bei der Bundes-Tierärztekammer unter der Telefonnummer: 0228 / 72546 66.
