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Die kleine Hundeschule

Warum lernen Hunde?

Hundebesitzer mit Kindern können einiges von der Erfahrung der Kindererziehung auf Hunde übertragen. Aber auch alle anderen können spielerisch Hunde erziehen. Wichtig dabei ist nur, sich vorher einmal die Frage zu stellen, wie Hunde eigentlich lernen. Die Antwort ist leichter als man denkt: Hunde lernen unsere Kommandos nur aus einem bestimmten Grund: Weil sie sich etwas davon versprechen: Entweder, weil sie sich ein Lob erhoffen, oder aber Strafe vermeiden wollen!

Bei der Erziehung muss man zuerst darauf achten, dass der Hund das Kommando kennen lernt. Das heißt, dass er eine bestimmte Handlung mit einem Wort verknüpft. Menschen neigen in der Hundeerziehung dazu, das Lernvermögen ihres Vierbeiners zu überschätzen. Machen Sie sich bewusst, dass es sehr vieler Wiederholungen bedarf, bis Ihr Hund die Handlung mit dem Wort in Verbindung bringt. Und auch danach muss das Kommando immer wieder gefestigt werden. Hunde vergessen auch das Erlernte schnell wieder.

Man kann bei Hunden verschiedene Methoden anwenden. Wir möchten hier nur auf Methoden eingehen, in denen kein Zwang ausgeübt wird. Ist es nicht viel schöner einen freudigen, schwanzwedelnden Hund zu beobachten, als einen, der mit eingeklemmter Rute die Kommandos befolgt?!

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Sinnvolle Freizeitbeschäftigungen

Agility, Wasserarbeit, Coursing, Rennen und Schutzdienst

Jede Hunderasse wurde ursprünglich für einen bestimmten Zweck gezüchtet: Der charmante Cavalier King Charles Spaniel begleitete früher die Damen der feinen Gesellschaft, der Australian Shepherd gilt seit vielen Jahrzehnten als einer der agilsten Hütehunde, der Deutsch Drahthaar ist der Jagdhund par excellence, Landseern eilt der Ruf eines außergewöhnlich begabten Wasser-Rettungshundes voraus, der Deutsche Schäferhund wird seit fast 100 Jahren als Wach-, Familien- und Diensthund geschätzt, viele Windhunderassen brechen auf Hunderennbahnen regelmäßig Geschwindigkeitsrekorde...

Ob vor dem Schlitten, im Katastrophengebiet, bei der Polizei oder als Blindenführhund – der treuste Freund des Menschen ist vielseitig und überrascht immer wieder durch seine Anpassungsfähigkeit und außergewöhnliche Begabung in den verschiedensten Bereichen.

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Sport und Freizeitbeschäftigungen >>

Traditionelle Rassen

Die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Hunderassen basieren auf einer jahrhundertelangen Zuchtgeschichte. Selbst Hunderassen, die erst im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts "den letzten Schliff" erhielten, blicken oft auf eine bis ins Mittelalter und noch weiter zurückreichende Ahnenreihe. So finden wir heute noch direkte Nachfahren mittelalterlicher Saupacker (z.B. den Cane Corso) oder traditioneller Jagdhunde (Porcelaine, Foxhound, Anglo-Francais) und sogar Hunderassen, die sich phänotypisch nicht weit von ihren bereits vor 5000 Jahren lebenden Vorfahren entfernt haben (Pharaoh Hound, Cirneco Dell'Etna). 

Der Wandel

Der Mensch machte sich die Anpassungsfähigkeit und Vielseitigkeit des Hundes seit jeher zu Nutze. Neben dem Pferd galt der Hund über Jahrhunderte hinweg als funktionalster Vertreter des Tierreichs. Inzwischen hat sich die Situation gravierend geändert: Wo einst der Wachhund anschlug, heulen heute hochtechnisierte Alarmanlagen auf; der Käse aus den Schweizer Alpentälern wird längst nicht mehr auf einem von einem Berner Sennenhund gezogenen Karren, sondern in einem vollklimatisierten Kühl-Lastwagen transportiert; die Rettung Schiffsbrüchiger wurde längst von mit Motorbooten ausgestatteten Rettungsmanschaften übernommen. Obwohl es auch heute noch Bereiche gibt, in denen der Einsatz von Hunden von Vorteil ist (Jagdhunde, Hütehunde, Rauschgift- und Spürhunde, Polizeihunde, Lawinen- und Trümmerhunde, Blindenführhunde etc.), erwartet die meisten Vierbeiner ein beschauliches Familienleben, das keinerlei spezifische Anforderungen stellt.

Langeweile

Der tägliche Spaziergang, die Futterzeit, Streicheleinheiten und die gelegentliche Pflegestunde sind die Höhepunkte des durchschnittlichen Hundelebens. Unabhängig davon, ob der Vierbeiner ein ausgeprägtes Jagdpotential in sich trägt, das Wasser liebt, einen seit Generationen angezüchteten Schutzinstinkt hat oder eigentlich in einer Meute leben müsste, soll er sich anstandslos in das Leben einer modernen Familie integrieren. Wen wundert es, wenn diese Haltungsform einem hochspezialisierten Vierbeiner nur eines vermittelt:
endlose Langeweile...

Stellt sich plötzlich heraus, dass der Hund zwar optisch der Idealvorstellung seiner Zweibeiner entspricht, aber in punkto Verhalten völlig von dem abweicht, was man sich eigentlich vorgestellt hatte, ist die Enttäuschung groß. Oft ist der Hundehalter auf einmal heillos überfordert, weil der Hund einfach nicht hören will, zum Wildern neigt, unausgeglichen oder aggressiv ist und sich allem Anschein nach überhaupt nicht wohlfühlt. Verhaltensstörungen wie Aggressivität, Unsauberkeit, Lethargie und Dominanzgehabe sind oft Folgen einer nicht artgerechten Haltung und eines nicht rassegemäßen Umgangs mit dem Hund.